{"id":108,"date":"2009-07-10T11:08:00","date_gmt":"2009-07-10T11:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/albertlortzing.org\/?page_id=108"},"modified":"2020-01-03T11:11:22","modified_gmt":"2020-01-03T11:11:22","slug":"kapittel-5","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/albertlortzing.org\/?page_id=108","title":{"rendered":"Kapittel 5"},"content":{"rendered":"\n<p>Noch w\u00e4hrend der Arbeit an \u201cRegina\u201d hatte Lortzing eine neue \u201ckomisch-romantische Zauberoper\u201d begonnen, die er am 14. M\u00e4rz 1849 vollendete: \u201cRolands Knappen oder Das ersehnte Gl\u00fcck\u201d. Ohne Aussicht, sie in Wien zur Auff\u00fchrung zu bringen, hatte er sich wieder nach Leipzig gewandt, und der neue Direktor das Stadttheaters, Rudolf Wirsing, lud den Komponisten zur Einstudierung und Leitung seines Werkes ein gegen ein Honorar von 100 Talern. Im April traf Lortzing ein , mu\u00dfte aber wieder erst die Auff\u00fchrung von Halevys \u201cTal von Andorra\u201d abwarten, ehe er an die Arbeit gehen konnte. Da erhob sich am 9. Mai in Dresden der Aufstand, der durch Richard Wagners Flucht und die Gefangensetzung von August R\u00f6ckel, dem Gatten von Lortzings Kusine, das Freiwerden von zwei Kapellmeisterstellen zur Folge hatte. In Berlin starb zwei Tage darauf Otto Nicolai, und so schienen sich unvermutet Aussichten f\u00fcr Lortzing an beiden Orten, zu denen er in Beziehungen stand, zu er\u00f6ffnen. Er bewarb sich sogleich schriftlich, begab sich auch selbst an Ort und Stelle, aber wie er sich fr\u00fcher schon nach Guhrs pl\u00f6tzlichem Tode in Frankfurt vergebens un die Nachfolgerschaft bem\u00fcht hatte, so auch hier. In Dresden wurde August Krebs, in Berlin Heinrich Dorn engagiert, f\u00fcr Lortzing, dessen Opern \u00fcberall auf dem Spielplan waren, fand sich kein Platz.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 25. Mai endlich fand die Auff\u00fchrung von \u201cRolands Knappen\u201d statt und wurde \u201cmit ungeheurem Jubel\u201d aufgenommen, trotzdem nur zwei Orchesterproben hatten stattfinden k\u00f6nnen und f\u00fcr die Ausstattung so viel wie nichts getan worden war. Die tr\u00fcben Erfahrungen mit der \u201cUndine\u201d hatten Lortzing nicht abgehalten, abermals das M\u00e4rchenlands zu betreten und das bekannte Mus\u00e4ussche Volksm\u00e4rchen, das die Sagen vom Tischlein deck dich, vom Heckgroschen und dem unsichtbar machenden K\u00e4ppchen (der Tarnkappe Siegfrieds entsprechend) vereinigt, als Oper zu bearbeiten. Auch hier hat Lortzing wieder vieles sympathischer als im Original gestaltet: Die alte Hexe, die den drei Knappen die Wundergarten als Lohn f\u00fcr verj\u00fcngende Liebesdienste spendet, ist in eine h\u00f6chst w\u00fcrdige K\u00f6nigin der berge verwandelt; die falsche K\u00f6nigin Uracca, die in verf\u00e4nglichen Liebesabenteuern den Burschen ihre Talismane ablistet, wurde bei ihm zur Tochter des K\u00f6nigs, der anmutigen Prinzessin Isalda, die in treuer Liebe dem Knappen in die Heimat folgt, auch als sich offenbart, dass er kein Prinz, sondern niederer Abkunft ist. Anderseits hat die poetische Stimmung des M\u00e4rchens Einbu\u00dfe erlitten dadurch, dass politische Zeitanspielungen einflossen. Statt der behaglichen Lustigkeit, die sonst Lortzings Ba\u00dfbuffofiguren verbreiten, mu\u00df diesmal die derbe Satire in der karikaturistischen Zeichnung des K\u00f6nigs Garsias des Weisen erg\u00f6tzen, der sich so viel auf seine Gabe, \u201csch\u00f6ne Reden\u201d zu halten, zugute ist. Auch der chinesische Prinz Tutatu erweckt keine Sympathie, die sich nur den charakteristisch unterschiedenen drei Knappen zuwenden kann.<br> Dennoch findet sich des echt M\u00e4rchenhaften und harmlos Heiteren genug in der Oper, um ihre Wiederbelebung zu rechtfertigen. In ihrer absoluten Reinheit und naiven Komik k\u00f6nnte sie als Weihnachtsm\u00e4rchen recht wohl auf den B\u00fchnen fortleben. Die politischen Anspielungen hat Lortzing mit R\u00fccksicht auf die Zensur zum Teil selbst wieder entfernt, auch w\u00fcrde sie heute kaum jemand mehr bemerken. Verwundert aber w\u00fcrde man h\u00f6ren, wie ein Trinklied Sarrons im ersten Finale fast w\u00f6rtlich in Strau\u00df\u2019 Operette \u201cDie Fledermaus\u201d wiederkehrt, wo es zu Beginn des zweiten Finales zum Lobe des Champagners erklingt. Lortzings Musik bringt neben den gewohnten gaben seiner Muse manches bei ihm neue Tonbild, so den Eingang der Ouvert\u00fcre mit den mehrfach geteilten, in hoher Lage tremolierenden Violine; auch verwendet er hier zum erstenmal die harfe im Orchester. Wie in \u201cCasanova\u201d das freiheitslied, so durchklingt hier das volkst\u00fcmlich gehaltene, innige Heimatlied &#8211; von den drei Knappen gesungen &#8211; die ganze Oper. Das romantische Element erf\u00fcllt die ganze erste im Reich der Gnomen spielende Szene, und sp\u00e4ter erfreuen wie immer die frischen Ensemblenummern und lebendigen Finales. Auch Isaldas Arie mit Solo-Violine und Andiols Narren-Lied treten freundlich hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem guten Erfolge der Rolandsknappen hatte Lortzing wiederum ein Engagement am Leipziger Theater zu danken, das ihm zun\u00e4chst nur 40 Taler, von Herbst ab aber 66 b Taler Monatsgage gew\u00e4hren sollte. Vom Juli ab sollte er neben Julius Rietz wirken, vom September ab dessen Stellung einnehmen, der sich auch um Berlin und Dresden beworben hatte. Nachdem auch er nicht gew\u00e4hlt worden war, lag ihm und auch den Leipziger Musikkreisen daran, dass er in seinem Amt verbleibe. Direktor Wirsing mu\u00dfte sich f\u00fcgen, und kaum dass Lortzing sich in Leipzig wieder eingerichtet hatte, wurde ihm die Mitteilung dass er sich auch ferner mit Rietz in die Direktion teilen m\u00fcsse. Durch die Agitation f\u00fcr Rietz und auch durch die Haltung des B\u00fchnenpersonals und Wirsings in seiner K\u00fcnstlerehre sich verletzt f\u00fchlend und glaubend, er solle als f\u00fcnftes rad am Wagen dienen, nahm er vorschnell seine Entlassung, die ihm auch bereitwilligst gew\u00e4hrt wurde, und stand v\u00f6llig verdienstlos da. Und nun begann f\u00fcr Lortzing die traurige Zeit, in der er, um Brot f\u00fcr die Familie zu schaffen, an kleinen B\u00fchnen wieder als Schauspieler auftreten mu\u00dfte; und er empfand es tief schmerzlich, dass man kam, nicht um den Darsteller, sondern um den Komponisten Lortzing auf der B\u00fchne zu sehen. Ein trauriges Schauspiel!<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst trat er in Leipzig selbst in zwei ihm zustehenden Benefizen w\u00e4hrend des Dezember auf, und so schwach das Haus besucht war, hatte er immerhin noch mehr eingenommen, als zwei Monatsgagen betragen haben w\u00fcrden. Anfang Januar er\u00f6ffnete er ein Gastspiel in Magdeburg, wo er seinen \u201cWildsch\u00fctz\u201d dirigierte und dann dreimal spielte; in Halle dirigierte er \u201cZar\u201d und \u201cWildsch\u00fctz\u201d, in Gera (damals noch ein ganz untergeordnetes Privatunternehmen) spielte und dirigierte er wieder abwechselnd unter den niederdr\u00fcckendsten Verh\u00e4ltnissen, ebenso in L\u00fcneburg und Chemnitz: oft nur mit M\u00fche und Not von den mittellosen Direktoren seinen bescheidenen Honorar-Anteil herausdr\u00fcckend.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischendurch schrieb er wieder allerlei, aber zu nichts Gr\u00f6\u00dferem konnte er sich mehr aufschwingen. Ein \u201cCagliostro\u201d (nach der Adamschen Oper) kam nicht \u00fcber den Text-Entwurf hinaus. Ein Heft Lieder (\u201cMein Allerseelenlicht\u201d, Der Invalide\u201d, Dorf Hammer\u201d, \u201cWeinlied\u201d) erschien erst nach seinem Tode bei Whistling; vier andere Lieder (\u201cSeemanns Grab\u201d, Mein Rock\u201d, \u201cDie Sterne leuchten durch die Nacht\u201d, \u201cDer deutschen Jugend gilt mein Lied\u201d) kamen bei Breitkopf &amp; H\u00e4rtel heraus, die freilich den Verlag seines Einakters \u201cDie Opernprobe\u201d ablehnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Trauerchor (\u201cHerr der Welt, ein armer Pilger\u201d) komponierte er zum Begr\u00e4bnis seines Freundes Herlo\u00dfsohn (1849), und die Musik zu einem Einakter \u201cIm Irrenhause\u201d entstand 1850, gleichzeitig auch wohl eine nicht auffindbare Partitur zu dem Benedixschen M\u00e4rchen \u201cDie drei Edelsteine\u201d.<br> Wie zum Hohne er\u00f6ffneten sich dann auch zuweilen gl\u00e4nzende Aussichten. So kam ein Antrag, seinen \u201cZar\u201d mit Henriette Sontag und Lablache am Covent Garden in London zu dirigieren; die freunde wollten ihn nach Paris schicken, damit er f\u00fcr dort eine Oper schreibe &#8211; nichts erf\u00fcllte sich. Da erschien es ihm schon eine Erl\u00f6sung, dass er ein Engagement als Kapellmeister an das neue Friedrich-Wilhelmst\u00e4dtische (jetzt Deutsche) Theater in Berlin mit 50 Taler Monatsgage erhielt, wo er hoffte eine Spieloper ins Leben rufen zu k\u00f6nnen. Am 17. Mai 1850 fand die Er\u00f6ffnung mit einer Fest-Ouvert\u00fcre Lortzings, der noch heute vielgespielten in Es-dur, und drei Einaktern statt, von denen Lortzing \u201cDie Zillerthaler\u201d und Peter Schlemil\u201d zu dirigieren hatte. Er fand eine sehr ehrenvolle Aufnahme und sah sich in seiner Vaterstadt als Tondichter hochgeachtet. Aber die Verh\u00e4ltnisse des Theaters blieben auf dem Possen-Niveau, und Lortzing selbst mu\u00dfte froh sein, durch Gelegenheits-Kompositionen auf diesem Gebiete etwas verdienen zu k\u00f6nnen. So schrieb er zu einer einaktigen Posse seines Kollegen Otto Stolz \u201cEine Berliner Grisette\u201d noch eine niedliche Musiquette, ein Schneiderlied zu \u201cEin Mittwoch in Noabit\u201d, eine verloren gegangene Musik zu Rudolph v. Gottschalls \u201cFerdinand von Schill\u201d, einige Nummern zu Nestroys \u201cDer Zerissene\u201d, zu Kotzebues \u201cGraf Benjowsky\u201d und mancherlei Einlagen, die nicht einmal honoriert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine letzte Sch\u00f6pfung sollte ein patriotisches Lied sein, das als Einlage in Rudolf Gen\u00e9es Einakter \u201cM\u00fcller und Schulze\u201d gesungen wurde: \u201cDas Lied vom 9. Regiment\u201d. Es feiert die Verteidiger Holbergs im Jahre 1807, und seine eing\u00e4ngliche Melodie verbunden mit dem kr\u00e4ftigen Marschrhythmus eignen es zu einem rechten Volksgesang.<\/p>\n\n\n\n<p>Den ersten Opernversuch im neuen Theater machte Lortzing zu seinem Benefiz am 18. Oktober 1850 mit den \u201cBeiden Sch\u00fctzen\u201d, aber das haus war so leer, dass von Lortzings Anteil nicht einmal der Vorschu\u00dfrest gedeckt wurde. Im November folgte der \u201cWildsch\u00fctz\u201d, doch Direktor Deichmann wollte die Mittel zum Ausbau des Opernunternehmens nicht aufwenden, und so hatte es sein Bewenden. Lortzing mochte mit Recht f\u00fcrchten, dass sich das Theater auf Possen und kleine St\u00fccke beschr\u00e4nken und seine T\u00e4tigkeit ganz entbehrlich werden w\u00fcrde, und mit Schrecken sah er dem K\u00fcndigungstermin entgegen. Er sollte ihm nicht mehr erleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 20. Januar fand die Urauff\u00fchrung seines letzem Opernwerkes in Frankfurt a. M. statt zum Benefiz f\u00fcr den Komiker Hassel. \u201cDie vornehmen Dilettanten oder Die Opernprobe\u201d lautete der Titel des Einakters, der nach J\u00fcngers Lustspiel \u201cDie Kom\u00f6die aus dem Stegreif\u201d bearbeitet war.<br> Hier wie dort ist die Handlung, dass der junge Baron Reinthal dem Hause seines Onkels entflieht, um einer Konvenienzheirat zu entgehen, dass er gerade in das Haus der ihm bestimmten Braut ger\u00e4t und sich, weil sie ihm gef\u00e4llt, nebst seinem Diener Johann in der Maske von reisenden S\u00e4ngern bei dem opernfreundlichen Grafen einf\u00fchrt. Wie die Entdeckung die Verlobung folgt und auch der Diener und das als Kapellmeister fungierende Kammerm\u00e4dchen ein Paar werden, ist, bis auf die Versetzung in die musikalische Sph\u00e4re, genau dem St\u00fcck entnommen. Eine leicht-fl\u00fcssige und durchsichtige Musik begleitet die Handlung der kleinen Spieloper, f\u00fcr die Lortzing den rechten Konversationston anzuschlagen wei\u00df. Dagegen heben sich die antiquierten Rezitative, in denen der Graf zu seiner Dienerschaft spricht oder in denen die vermeintlichen S\u00e4nger die Opera Seria parodieren, sehr wirksam ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Der flotten eins\u00e4tzigen Ouvert\u00fcre, die sich wieder aus Themen der Oper zusammensetzt, folgt eine vom Kammerm\u00e4dchen dirigierte Orchesterprobe, nicht so drastisch wie die Kantatenprobe im \u201cZar\u201d, aber voll liebensw\u00fcrdigen Humors. Der klassische Stil des Musikst\u00fccks versetzt sogleich in die zur\u00fcckliegende Zeit und die Umwelt. Ein drolliges Duett des Dienerpaars, eine zierliche Ariette von der \u201cBestimmung\u201d, ein bewegliches Sextett und das die Handlung wirksam zu Ende f\u00fchrende Finale sind daneben die hervorragendsten Nummern der Partitur.<\/p>\n\n\n\n<p>Von dem freundlichen Erfolge seiner letzten Oper sollte Lortzing keine Kunde mehr erhalten. Am Abend der Auff\u00fchrung kam er, schon seit einiger Zeit an Beklemmungen und Blutandrang leidend, schon fr\u00fch aus dem Theater und legte sich bald zu bett. Am anderen Morgen machte ein Schlagflu\u00df nach kurzem Todeskampfe seinem Leben ein Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Sophienkirchhofe an der Bergstra\u00dfe wurde Lortzing am 24. Januar unter Beteiligung der ganzen K\u00fcnstlerschaft Berlins mit reichem Ehre begraben. Ein von Meyerbeer, Dorn u.a. erlassener Aufruf, die mit 6 Kinder in Not zur\u00fcckgebliebene Witwe Lortzings durch Sammlungen und Veranstaltung von Auff\u00fchrungen zu unterst\u00fctzen, ergab wenigstens soviel, dass sie vor Hunger gesch\u00fctzt war. Nach schweren Leiden starb die treue Lebensgef\u00e4hrtin am 13. Juni 1854.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Lortzing im grabe wuchs, bezeugen au\u00dfer der wachsenden Zahl der Auff\u00fchrungen seiner Werke auch die ihm gewidmeten Denkm\u00e4ler und Erinnerungszeichen. Zun\u00e4chst war es sein Grab, das, anfangs nur durch eine einfache Porzellantafel bezeichnet, 1859 durch die Mitglieder des Braunschweiger Hoftheaters mit einem w\u00fcrdigen, Lortzings vom Bildhauer Dehns modelliertes Medaillonportrait tragenden Monument geschm\u00fcckt wurde. Ihm wurde in neuerer Zeit der von Max Ring und D\u00fcringer stammende Spruch, der auf der Porzellantafel stand, eingemei\u00dfelt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cSein Lied war deutsch und deutsch sein Leid,<br> Sein Leben Kampf und Not und Neid.<br> Das Leid flieht diesen Friedensort,<br> Der Kampf ist aus, sein Lied t\u00f6nt fort!\u201d<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>In M\u00fcnster wurde dann an seinem Wohnhause eine Gedenktafel angebracht; die Stadt Berlin folgte 1899, dann Coburg und Wien; mit Lortzings Reliefportraits wurden das Foyer des Osnabr\u00fccker und des Leipziger Stadttheaters geschm\u00fcckt, und in den meisten gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten Deutschland findet sich eine Lortzingstra\u00dfe. 1901 wurde in Pyrmont das erste, von Jos. Uphues geschaffene Lortzing-Denkmal enth\u00fcllt, 1904 das zweite in detmold (von Rud. H\u00f6lbe), 1906 das dritte, Lortzing in ganzer Figur darstellend, von Gustav Eberlein in Berlin. Eine Gedenktafel mit Portrait wurde au\u00dferdem am 100. Geburtstage an seinem Geburtshaus angebracht. So hat die Nachwelt dankbar das Andekne des Meisters geehrt, der im Herzen des Volkes sich selbst das sch\u00f6nste Denkmal errichtet hat, dessen schlichte Lieder nicht verklingen werden, solange es Deutsche gibt. Prinz Emil von Schoenaich-Carolath hat ihn beim ersten Pyrmonter Lortzing-Musikfest in folgenden Versen verherrlicht:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Der S\u00e4nger schl\u00e4ft! Doch seiner Harfe schlag,<br> Sein Lebensbild, rauscht in den hellen Tag,<br> Zur Sonne schwang sein Genius die Leier,<br> Die Glut, davon des S\u00e4ngers Herz geloht,<br> Sprengt jedes Grab und spottet jedem Tod,<br> Es lebt sein Geist mit uns bei dieser Feier.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>So weit der Sturm durch deutsche Eichen rauscht,<br> So weit als Menschen Liebesschwur getauscht,<br> So weit ein Schwert der Freiheit zugeschwungen,<br> Steigt Meister Lortzings goldner Liederchor<br> Mit Lenzgewalt aus deutschem Herz empor,<br> Dem Lieb, der Luft, dem Vaterland gesungen.<\/p><\/blockquote>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>+++++++++++++++++++++++++++++++++++++<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch w\u00e4hrend der Arbeit an \u201cRegina\u201d hatte Lortzing eine neue \u201ckomisch-romantische Zauberoper\u201d begonnen, die er am 14. 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