{"id":245,"date":"2009-07-13T20:21:00","date_gmt":"2009-07-13T20:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/albertlortzing.org\/?page_id=245"},"modified":"2020-01-16T20:13:56","modified_gmt":"2020-01-16T20:13:56","slug":"amz-46-1844","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/albertlortzing.org\/?page_id=245","title":{"rendered":"AMZ: 46 &#8211; 1844"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Januar. No. 4<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten<br>Hamburg, im Dezember 1843<br>(\u2026)<br>Neu gingen in Szene die Opern: \u201cDer Feensee\u201d von Auber und \u201cDer Wildsch\u00fcutz\u201d von Lortzing. (\u2026) &#8211; Lortzing\u2019s Oper hat eine seht beif\u00e4llige Aufnahme gefunden und f\u00fcllt fortw\u00e4hrend das haus, so dass die wohl bald die Tantieme erhalten wird, welches dann die erste sein wird, welche die Theaterdirektion von der Oper zu zahlen hat gelobt hat. Herr Bost ist als \u201cSchulmeister\u201dau\u00dferordentlich brav und erh\u00e4lt jedesmal lebhaften Beifall. Die Arie zum Schlusse des zweiten Akts muss er gew\u00f6hnlich repetieren. &#8211; (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Januar. No. 5<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten<br>Berlin.<br>(\u2026)<br>Um so sparsamer waren die Leistungen der neu in Szene gesetzten, seit zw\u00f6lf Jahren ruhenden Oper Belmonte und Constanze von Mozart, nur Wiederholungen des \u201cWildsch\u00fctz\u201d (drei Mal) und \u201cCarlo Broschi\u201d (f\u00fcnf Mal) lieferte. (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>M\u00e4rz. No. 11<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten.<br>Berlin.<br>(\u2026)<br>\u201cCarlo Broschi\u201d und \u201cDer Wildsch\u00fctz\u201d sind im Januar nur ein Mal bei vollem Hause wiederholt worden.<br>(\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>April. No. 15<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten.<br>Berlin. (Beschluss.)<br>(\u2026)<br>Bei der k\u00f6nigl. Oper setzten Mad. Schr\u00f6der-Devrient und Herr H\u00e4rtinger ihre Gastspiele fort. Otello und Fidelio wurden wiederholt. In Bellini\u2019s Norma sang die zeither wenig besch\u00e4ftigte Dem. Marx die Titelrolle, und Herr H\u00e4rtinger den Sever. Carlo Broschi wurde zwei Mal, der \u201cWildsch\u00fctz\u201d einmal wiederholt. (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>April. No. 15<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten.<br>Prag. Zwei Benefizien brachten uns zwei neue Opern, eine deutsche und eine franz\u00f6sische. Wir sahen n\u00e4mlich zum Vorteile der Dem. Grosser zum ersten Male: \u201cDer Wildsch\u00fctz, oder die Stimme der Natur\u201d, komische Oper in drei Akten nach Kotzebue frei bearbeitet, Musik von Albert Lortzing, und zum Vorteile der Dem. K\u00f6ckert: \u201cDes Teufels Anteil\u201d, komische Oper in drei Akten nach dem Franz\u00f6sischen des Scribe, Musik von Auber. Beide Opern geh\u00f6ren nach der technischen Sprache des Theaters unter die Spielopern, kein Wunder, wenn sie hier keine gen\u00fcgende Darstellung finden konnten. Wenn in der Oper nur gesungen werden soll, so haben wir jetzt einige Stimmen, die man gern h\u00f6rt; wenn es aber darauf ankommt, Charaktere durchzuf\u00fchren, piquante und komische Momente und Situationen zu motivieren und darzustellen &#8211; da haben wir fast gar kein Personale, und wenn auch weder der \u201cWildsch\u00fctz\u201d noch des \u201cTeufels Anteil\u201d als Musteropern ihrer Gattung aufgestellt werden k\u00f6nnen, so ist doch die geringe Teilnahme, die sie erregten, gr\u00f6\u00dftenteils Schuld der Darsteller. Lortzing hat in seinen \u201cBeiden Sch\u00fctzen\u201d, noch mehr im \u201cZar und Zimmermann\u201d mit welchem Geschick er weniger bekannte Lustspielstoffe f\u00fcr die komische Oper zu benutzen wei\u00df; wir haben ihn aber schon beim \u201cHans Sachs\u201d darauf aufmerksam gemacht, wie schwierig diese Prozedur durch den Umstand werde, dass der Stoff allgemein bekannt und gleichsam in Blut und Leben des Publikums \u00fcbergegangen sei. Dieser Umstand tritt bei dem \u00e4lteren Teile der Zuschauer auch am Rehbock ein, und in bezug auf das jugendliche Publikum hat sich Lortzing eines Fehlers schuldig gemacht, den wir dem b\u00fchnenkundigen Kenner des Publikums nicht zugetraut h\u00e4tten. Wenn n\u00e4mlich ein Lustspielstoff f\u00fcr eine Oper benutzt werden soll, so muss notwendig die Intrige vereinfacht werden, um der Musik den geh\u00f6rigen Raum zu ihrer Entfaltung darzubieten. Im Gegenteile hat Herr Lortzing dem \u201cRehbock\u201d noch neue Motive hinzugef\u00fcgt: die Gr\u00e4komanie der Gr\u00e4fin und den Weltschmerz des Barons. Das erste Motiv d\u00fcrfte vielleicht jetzt, in der Saison des Sophocles, in einem Lustspiele, wo man mit geistreicher Ironie durchf\u00fchren k\u00f6nnte, wirksam sein, der letztere ist &#8211; man darf nicht sagen Rokoko, weil diese Mode zwar in den letzten Z\u00fcgen liegt, aber noch nicht Tod ist, &#8211; doch hors de saison, oder besser zu sagen: mauvais genre, und seine Einf\u00fchrung ist auf jeden fall verfehlt, selbst im Lustspiel, wo diese Art von Gestalten, wenn auch selten, doch aber hie und da einen Darsteller findet. Die Billardszene (die selbst Kotzebue hinter eine Seitent\u00fcre verlegte) ist wirksam, aber so indezent, dass sie ihr Exequatur wohl nur dem Mangel an Phantasie des Zensors verdankt. Dass der Dichter der Oper dem Grafen und Baron schon im ersten Akt die Bekanntschaft des falschen Gretchens verschaffte, gew\u00e4hrte auch dem Kompositeur ein vollstimmiges Finale, doch ist nicht zu l\u00e4ugnen, dass dieser Umstand die Spitze aller Situationen des zweiten abstumpft und das Interesse des ganzen wesentlich schm\u00e4lert. Die Musik ist eben kein au\u00dferordentliches Werk, ja sie bleibt im Gesamteindruck selbst weit hinter dem \u201cZar und Zimmermann\u201d zur\u00fcck, doch ist sie, von \u201cHans Sachs\u201d an gez\u00e4hlt, wieder ein Vorschritt und enth\u00e4lt manche gelungene, charakteristische und mit frischem Humor ausgestattete Nummer. Die Ouvert\u00fcre ist sehr schwach, dagegen die Introduktion voll muntere Laune, und das ABC-Duett w\u00fcrde wirksamer sein, wenn es weniger in die L\u00e4nge gezogen w\u00e4re. Sowohl die Sortita der Baronin, als das Lob des Landlebens sind frisch und melodi\u00f6s. Im zweiten und dritten Akte finden wir mehrere interessante Piecen, leider aber auch manche, welche den g\u00fcnstigen Effekt wieder zerst\u00f6ren, den jene hervorbrachten. Ein wahres \u201cEnde gut Alles gut!\u201d bildet das humoristische Finale mit dem deutungsvollen Refrain:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Es hat mich nicht get\u00e4uscht<br>Die Stimme der Natur,<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>welches beinahe an das:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Ja, ich bin klug und weise<br>Und mich betr\u00fcgt man nicht.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>des \u201cZar und Zimmermann\u201d erinnert. Was die Darstellung betrifft, war der Schulmeister &#8211; eigentlich die Hauptperson der Oper &#8211; Herrn Brava zu gefallen, der eine recht gesunde kr\u00e4ftige Stimme, doch keineswegs jene brillante vis comica besitzt, auf welche Lortzing bei seinem Baculus Anspruch macht. Herrn Kunz (Graf) war ein f\u00fcr ihn unaufl\u00f6sliches Problem zugefallen, einen aimable Rou\u00e9 darzustellen. Auch die Gr\u00e4fin (Mad. Podhorsky), welche gar nichts zu singen hat (?), schien sich nicht in ihre Aufgabe gefunden zu haben, und Herr Damke (Baron) lie\u00df uns eben so wenig von den Gef\u00fchlen seines z\u00e4rtlichen Herzens, als von seinem \u00fcberfl\u00fcssigen Weltschmerz merken. Dem. Grosser (Baronin) und Dem. Senger (Nanette) zogen sich ziemlich gut aus der Affaire, und die einzige der mitwirkenden Personen, deren Leistung man als gen\u00fcgend erkennen muss, war Dem. K\u00f6ckert als Gretchen. Die Reprise, zum Vorteile des Herrn Franz Brava aufgef\u00fchrt, zeigte ein leeres haus, dagegen schien die dritte Produktion ein gr\u00f6\u00dferes Interesse im Publikum zu erregen. &#8211; Wir wollen sehen wie es weiter geht.<br> (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Mai. No. 22<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten.<br>Berlin, den 4. Mai 1844.<br>(\u2026)<br>Am ersten Ostertage wurde \u201cBelmonte und Constanze\u201d im k\u00f6nigl. Theater (auf der k\u00f6nigsst\u00e4dter B\u00fchne Cimarosa\u2019s \u201cMatrimonio segreto\u201d, ferner \u201cNorma\u201d, \u201cDie Tochter des Regiments\u201d, \u201cCarlo Broschi\u201d, \u201cDer Wildsch\u00fctz\u201d, \u201cDie Nachtwandlerin\u201d (Herr Pfister als engagiertes Mitglied &#8211; Elwino), \u201cDas Nachtlager von Granada\u201d (Herr Pfister &#8211; Gomez) wiederholt. (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Juni. No. 24<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Frankfurt. Musik vom 23. Januar bis zum 23. Mai 1844.<br>Es waren gro\u00dfe Anstrengungen n\u00f6tig, um unser Opernschiff wohlbehalten durch die Klippen und Brandungen zu f\u00fchren, gegen die ein solches mehr oder weniger immer zu steuern hat. Hier die Grippe, dort allerlei S\u00e4ngercapricen, da wirkliche Heiserkeiten und Schnupfen, die B\u00e4lle und aristokratischen Reunions im Winter, und kaum sind die vor\u00fcber, die f\u00fcr jeden Theaterdirektor so wonnelose Zeit des Wonnemonds! Deshalb w\u00fcrde es ohne die au\u00dferordentliche T\u00e4tigkeit Guhr\u2019s mit der Theaterkasse noch schlimmer bestellt gewesen sein, als wirklich der Fall war. Das Schauspiel, &#8211; da Baison und C. Schneider die hiesige B\u00fchne verlassen haben, die vortreffliche Fr\u00fchauf krank darniederliegt, auch Madame Meck \u00f6fter leidend war, und unsere Lindner nicht alle Tage die Antigone oder Ph\u00e4dra spielen kann &#8211; musste t\u00e4glich lavieren, und nicht selten stand eine gro\u00dfe Oper f\u00fcr ein kleines Lustspiel ein. Im Februar z.B. wurden einmal acht Opern hinter einander ohne Zwischentag gegeben. Dennoch murren im Ganzen genommen die S\u00e4nger nicht, helfen heute an der Medea arbeiten, morgen an Rochus Pumpernickel, und singen eben in allen Farben des Stils, so lange noch die Kehlb\u00e4nder halten wollen. Aloys Schmitt\u2019s \u201cOsterfest\u201d wurde wiederholt, zog aber nicht, und da die Oper nicht wohl oft mit demselben Pomp gegeben werden kann, so wird sie das Schicksal mit Guido und Ginevra, M\u00e4rtyren und \u00e4hnlichen Pompopern teilen, bei welchen die B\u00fchne besetzter ist als das Parterre. Zum Besten unseres Violinisten Heinrich Wolff wurden Szenen aus Robert, Puritaner und Zar und Zimmermann gegeben, zwischen denen der Virtuos spielte. Wolff\u2019s Spiel ist schon oft als ein \u00e4cht solides, von wahrem K\u00fcnstlergeist beseeltes gew\u00fcrdigt worden. Die Opern, welche das t\u00e4gliche Brot geben, waren: Belisar, Teufels Anteil (f\u00fcr die Armen), Robert, das Nachtlager, der lustige Schuster, Aschenbr\u00f6del, Figaro, Herr Rochus Pumpernickel, die Favorite, Barbier von Sevilla (worin unser Komiker Hassel den Bartolo zum hundertsten male gab), Zampa, Zar und Zimmermann, Don Juan, Freisch\u00fctz, Tell, Kapellmeister von Venedig, Otello, Hugenotten, Montecchi und Capuletti, Lucrezia Borgia, Norma, Regimentstochter, Wassertr\u00e4ger. Die Zauberfl\u00f6te wurde in Zeit von vier Wochen f\u00fcnf Mal fast hinter einander gegeben, und zwar mit drei verschiedenen K\u00f6niginnen. Davon sp\u00e4ter. Der Schnee von Auber, der Kalif, die Entf\u00fchrung, Medea, die wei\u00dfe Dame und der Postillion von Longjumeau wurden renoviert. Lortzing\u2019s \u201cWildsch\u00fctz\u201d, der drei Mal ungemein gefiel und eine Zugoper bleiben wird, war die einzige Novit\u00e4t. Lortzing ist eine merkw\u00fcrdige Erscheinung. Seine Melodien flie\u00dfen ohne Pr\u00e4tention und Zwang munter dahin. Da ist weder Flachheit, noch Prahlgelehrsamkeit. In jeder Nummer ist gesunde Natur und Wahrheit, sprudelt Humor und Witz. Man h\u00f6rt der Musik an, dass ihr Sch\u00f6pfer zum Komponisten geboren ist. Ensemble und Final, wovor sich die Meisten f\u00fcrchten, sind sein Element; deshalb sind sie auch von einem Guss. Lortzing komponiert nicht im Schwei\u00dfe seines Angesichts, sondern unter L\u00e4cheln. Deshalb auch freuen sich die S\u00e4nger und Ch\u00f6re, freut sich der Direktor und das Orchester von der ersten Violine bis zur Pauke, und freut sich das Publikum. Sein Stil, fliessend, leicht und pikant zugleich, zeigt, dass er sich zu jener sch\u00f6nen Zeit bekennt, da Euterpe noch eine Friedensg\u00f6ttin war. Seine Musterbilder sind offenbar Mozart, Dittersdorf und die Italiener jener Kunstperiode, denn er h\u00e4lt die Mitte zwischen Beiden, obgleich manche Melodie mitunter an die neue italienische Manier streift und seine Instrumentation durchaus pittoresker ist. Die hektisch larmoyante, kramphaft zuckende, und dabei im Weltschmerz t\u00e4ndelnde, oder die kokette und prahlende, in allen Farben schimmernde, oder die schwerschreitende, breite, massenhafte, historisch &#8211; gigantische und dabei melodienlose hyperromantische Schule nehme ein Exempel daran. Hin und wieder sind L\u00e4ngen; auch der Genuss des guten erm\u00fcdet bei \u00fcberschrittenem Ma\u00df, und so mag Herr Lortzing k\u00fcnftig den Faden seiner Dichtungen (denn er ist auch Verfasser des Libretto) etwas k\u00fcrzer spinnen. Zu dem g\u00fcnstigen Erfolge des Wildsch\u00fctzen hat gewiss auch unsere Besetzung beigetragen, denn Conradi (Baculus) hat ein so entschiedenes Talent f\u00fcr chargierte Komik, dass schon sein Erscheinen die Lachmuskeln reizt. Eine Grete, so drallig und vollwangig, so naiv &#8211; eckig, und l\u00e4cherlich versch\u00e4mt, und dabei noch verschmitzt, wie sie Fr\u00e4ul. Kratky darstellt, wird nicht leicht \u00fcbertroffen werden; sie gibt ein herrlich Modell zu einer derben Falderin, und man muss an der Identit\u00e4t ihrer Person zweifeln, wenn man sie als Clytemnestra gesehen hat. So \u00fcberm\u00fctig burschikos als m\u00e4dchenhaft grazi\u00f6s ist Fr\u00e4ul. Capitain (Baronin Freymann) in ihrer Doppelmaske als Student und B\u00e4uerin. Dem. Hoffmann befindet sich als Gr\u00e4fin Eberbach ganz in ihrer Sph\u00e4re, und den ironischen Spott auf die Manie mit der griechischen Trag\u00f6die gibt sie mit wahrhaft erg\u00f6tzlicher Gespreiztheit. Caspari als Kronthal bewegt sich so ungezwungen, als es die seltene Ber\u00fchrung mit der komischen Oper gestattet. Wiegand (Eberbach) hat weit mehr Routine darin, und bekundet nebst dem S\u00e4nger auch den gewandten T\u00e4nzer. Herr Diehl gab sein \u201cwie n\u00e4rr\u2019sch\u201d in der tat recht n\u00e4rr\u2019sch, und die Episode mit den Schulkindern hob den sp\u00e4ten Schluss der Oper zum Gl\u00fcck noch so interessant hervor, dass das Lied wiederholt werden musste. Unter solchem Zusammenwirken konnte der gl\u00e4nzende Erfolg der Oper nicht fehlen, und sie wird unter so g\u00fcnstigen Auspizien mit der Regimentstochter rivalisieren k\u00f6nnen.<br>(\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Juli. No. 28<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten.<br>Hamburg Juni 1844.<br>(\u2026) &#8211; Lortzing\u2019s Wildsch\u00fctz ist die erste Oper gewesen, die sich die Tantieme erworben hat, welche aber leider nicht bedeutend ausgefallen ist, da das haus sehr schwach besetzt war. &#8211; (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Juli. No. 29<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten.<br>Berlin, den 1. Juli 1844.<br>(\u2026) Einige artige Melodien und Instrumentaleffekte gen\u00fcgen doch denjenigen Zuh\u00f6rern nicht, die an h\u00f6heren Genuss gew\u00f6hnt sind. Hierin steht f\u00fcr die komische Oper de Deutsche Lortzing, bei aller Leichtigkeit der Behandlungsweise, doch viel h\u00f6her, als der Pariser Komponist. [Adolphe Adam &#8211; G.O.]<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>August. No. 33<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten.<br>Leipzig, den 13. August 1844. Der gestrige Abend brachte die erste Opernauff\u00fchrung auf unserm nach einer fast dreimonatlichen Unterbrechung am 10 d.M. wieder er\u00f6ffneten Stadttheater, dessen Leitung von nun an Herr Dr. C.Chr. Schmidt \u00fcbernommen hat. In jetziger Zeit &#8211; wo der Fortschritt mehr als je zur Lebensaufgabe eines Jeden geworden ist, er m\u00f6ge der Kunst oder der Wissenschaft sich widmen, und wo man, eben weil die \u00dcberzeugung von dieser Notwendigkeit bei Allen immer mehr durchdringt und w\u00e4chst, in jeder wenn auch anscheinend geringf\u00fcgigen Ver\u00e4nderung auch eine Verbesserung zu erblicken hofft, &#8211; konnte es nicht fehlen, dass man hier den Leistungen unserer B\u00fchne unter der Direktion des genannten Unternehmers gespannt entgegensah. Und in der Tat, wenn man auch dem in manchen Beziehungen ausgezeichneten Direktionstalente des Herrn Ringelhardt, welcher in den letzten Jahren an der Spitze des Theaters stand, Gerechtigkeit widerfahren lassen muss, so vereinigen sich doch alle Stimmen dahin, dass, besonders in der letzten Zeit, unsere Oper (und mit dieser allein haben wir es in diesen Bl\u00e4ttern zu tun) den Anspr\u00fcchen keineswegs gen\u00fcgte, die eine so kunstsinnige Stadt, wie Leipzig, an sie zu machen wohl berechtigt war. Ob und in welchem grade dies der nunmehr, wie es scheint, durchgreifend regenerierten Oper gelingen wird, muss die Folge lehren, und es kann nat\u00fcrlich von einem Urteile nach der ersten Auff\u00fchrung noch nicht die Rede sein. So viel aber ist gewiss dem gestern versammelten Publikum deutlich geworden, dass Herr Dr. Schmitt uns t\u00fcchtige S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen gewonnen hat, von deren Leistungen wir uns noch manchen Genuss zu versprechen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Als eine in jeder Hinsicht w\u00fcrdige und gl\u00fcckliche Wahl m\u00fcssen wir es bezeichnen, dass die Oper aller Opern, Mozart\u2019s unerreichter und unerreichbarer Don Juan, den Anfang machte. Die Verteilung der Rollen war folgende: Don Juan &#8211; Herr Eicke; Gouverneur &#8211; Herr P\u00f6gner; Donna Anna &#8211; Fr\u00e4ul. Mayer; Donna Elvira &#8211; Fr\u00e4ul. Steydler; Don Ottavio &#8211; Herr Wiedemann; Zerline &#8211; Frau Bachmann geb. G\u00fcnther; Leporello &#8211; Herr v. Ulram; Masetto &#8211; Herr Bickert. Mit Ausnahme der Frau Bachmann und des Herrn P\u00f6gner, die zu unserer Freude die neue Direktion erhalten hat, und des Herrn Eicke, der schon vor einigen Jahren an hiesiger B\u00fchne engagiert war und noch in gutem Andenken in Leipzig steht, waren uns die Darstellenden bisher fremd, und sind wir auch nach einmaligem H\u00f6ren eben so wenig geneigt als im Stande, \u00fcber ihre Leistungen ein nur einigermassen entschiedenes Urteil zu f\u00e4llen, so gestehen wir doch gern, dass wir durch die Stimmen und den Vortrag der Genannten, so wie durch den st\u00e4rker, als fr\u00fcher, und mit frischem Stimmen besetzten Chor angenehm \u00fcberrascht worden sind und das Theater befriedigt und erfreut verlassen haben. Das in dem neu und geschmackvoll dekorierten Hause sehr zahlreich versammelte Publikum erkannte und belohnte die Trefflichkeit der Vorstellung durch h\u00e4ufigen und rauschenden Beifall und dankte dem Direktor am Schlusse durch Hervorrufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ferneren Auff\u00fchrungen und namentlich die Leistungen der einzelnen Mitglieder ausf\u00fchrlicher zu besprechen, behalten wir uns vor, und beschr\u00e4nken uns bis jetzt darauf, in Nachstehendem das Verzeichnis des bei der Oper angestellten Personals mitzuteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kapellmeister: Herren Lortzing und Netzer.<br> Chordirektor: Herr G\u00fcnther.<br> Gesanglehrer: Herr Meyer.<br> Regisseur: Herr Eicke.<br> Darstellende Mitglieder:<br> Herr Berthold, Bassbuffo.<br> \u201c Bickert, zweite Basspartien.<br> \u201c Eicke, erste Baritonpartien.<br> \u201c Henry, erste und zweite Tenorpartien, Tenorbuffo.<br> \u201c Kindermann, erste Heldentenorpartien.<br> \u201c Lehmann, erste Tenorpartien.<br> \u201c Meixner, Bonvivants, jugendlich komische Rollen.<br> \u201c v. Planer, Bariton &#8211; und Basspartien.<br> \u201c Saalbach, kleine Basspartien.<br> \u201c St\u00fcrmer, zweite Bass- und Baritonpartien.<br> \u201c v. Ulram, erste und zweite Basspartien.<br> \u201c Wiedemann, erste Tenorpartien.<br> Fr\u00e4ul. Adolph, jugendliche Gesangpartien.<br> \u201c Bamberg, erste und zweite Gesangpartien.<br> Frau Eicke, komische und ernste Alte.<br> \u201c G\u00fcnther &#8211; Bachmann, Soubrette, Spielpartien.<br> Fr\u00e4ul. Mayer, erste gesangpartien.<br> \u201c Steydler, erste und zweite Gesangpartien.<br> \u201c Targa, jugendliche Gesangpartien.<br> \u201c Wertm\u00fcller, erste und zweite Gesangpartien.<br> Zwanzig Choristen. Zwanzig Choristinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Frankfurt a.M. Am 3. Juli dirigierte Lortzing in Mannheim seine Oper \u201cZar und Zimmermann\u201d mit dem gl\u00e4nzendsten Erfolge. Schon in der Probe wurde er, durch Lachner vorgestellt, von dem versammelten orchesterpersonale laut begr\u00fc\u00dft, und am Abend der Vorstellung selbst ihm von einem sehr zahlreichen und gew\u00e4hlten Publikum anhaltender Applaus. Das Publikum rief ihn mehrere Male hervor, und von Seiten der Intendanz erhielt er einen kostbaren Taktierstab. &#8211; Gleiches Interesse erregte in hiesiger Stadt sein \u201cWildsch\u00fctz\u201d am 19. Juli unter der ebenfalls pers\u00f6nlichen Leitung des Komponisten; eine Auszeichnung, deren sich in Frankfurt noch Niemand r\u00fchmen konnte und welche von Guhr\u2019s Achtung f\u00fcr das wahre Verdienst zeugt. Dieselbe Achtung bewiesen ihm Orchester, S\u00e4nger und der Chor durch diese in der Tat von einem \u00e4chten Humor belebte und, ich m\u00f6chte sagen, pikante Darstellung. Das Haus war gedr\u00e4ngt voll und der Beifall st\u00fcrmisch. Alles war begierig, den genialen Komponisten zu sehen, dessen Doppeltalent (denn bekanntlich ist er auch Verfasser seiner Texte) dem deutschen Publikum schon so viel Vergn\u00fcgen gew\u00e4hrt hat. Empfangen und zwei Mal hervorgerufen, erschien Lortzing und dankte auf eine sinnige und liebensw\u00fcrdige Weise.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>September. No. 39<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten.<br>Dresden, den 31 August 1844.<br>(\u2026) &#8211; Der \u201cZar und Zimmermann\u201d wird hier, bis auf Herrn R\u00e4der, welcher als van Bett ein h\u00f6chst komisches Original ist, im Ganzen nur mittelm\u00e4\u00dfig gegeben, gef\u00e4llt aber dennoch hier, wie \u00fcberall. &#8211; (\u2026) Am letzten Sonntage wurde, statt der angek\u00fcndigten \u201cRegimentstochter\u201d, Lortzing\u2019s \u201cWildsch\u00fctz\u201d wirksam und belustigend durch Herrn R\u00e4der\u2019s (Schulmeister Baculus) nat\u00fcrliche und drastische Komik gegeben. Dem. Wagner singt die Partie der Baronin als verkleidetes Landm\u00e4dchen recht gut, ohne indes in der m\u00e4nnlichen Travestie so pikant zu effektuieren, Fr\u00e4ul. Tuczeck in Berlin. Dem. Thiele ist ein niedliches Gretchen. &#8211; (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Oktober. No. 40<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten.<br>Leipzig, den 1. Oktober 1844. In den sieben Wochen, welche nunmehr seit Wieder\u00f6ffnung unseres Stadttheaters verflossen sind, wurden uns von der neuen Direktion sechs opern: Don Juan, Die Zauberfl\u00f6te, Otello, Norma, Der Sch\u00f6ffe von Paris von H. Dorn, und Mara von J. Netzer, und in ihnen ziemlich die s\u00e4mtlichen engagierten S\u00e4nger vorgef\u00fchrt. Der Auff\u00fchrung des Don Juan geb\u00fchrt unstreitig darunter der Preis; sie war im Ganzen, wie im Einzelnen, eine gelungene zu nennen. (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ensembles und das Finale gingen exakt und rund, und namentlich machte der Chor eine gute und volle Wirkung, wie denn \u00fcberhaupt das Ganze von Herrn Lortzing, der von der Oper und dem Lustspiele ganz zur\u00fcckgetreten ist und mit Herrn Jos. Netzer in die musikalische Leitung sich teilt (warum und woher beide Herren den etwas pomp\u00f6s klingenden Titel: Kapellmeister angenommen haben, hat Referent noch nicht erfahren k\u00f6nnen), t\u00fcchtig und sicher dirigiert wurde.<br>(\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Oktober. No. 43<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachrichten.<br>Frankfurt. Musik vom 24. Mai bis zum 30. September.<br>(\u2026)<br>Opern von Gewicht waren Fidelio, Medea, Wassertr\u00e4ger, Aschenbr\u00f6del, Freisch\u00fctz, Figaro, Entf\u00fchrung, Zauberfl\u00f6te, Tell und das Opferfest. Auch schritt Antigone wieder \u00fcber die B\u00fchne, deren musikalischer Teil gewiss einer soliden Oper gleichzustellen ist. Mehrere dieser angef\u00fchrten wurden wiederholt, welches meinen Satz, dass unser Publikum noch f\u00fcr Klassisches empf\u00e4nglich ist, rechfertigen mag. Kreutzers Nachtlager und Lortzings Zar und Zimmermann ziehen, so oft sie auch gegeben werden, und Adams Postillion, Boieldieu\u2019s wei\u00dfe Frau, die Regimentstochter und Teufels Anteil werden immer freundlich aufgenommen. Wenn wir dazu nun noch die unvermeidlichen Norma\u2019s, Nachtwandlerinnen, Belisario\u2019s. Lucrezien nehmen, so haben wir einen kurzen und b\u00fcndigen \u00dcberblick des Opernstatus der letzten vier Monate, woraus nur noch einzelnes vorz\u00fcglich beachtenswertes hervorzuheben ist.<br>(\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>November. No. 48<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Cassel, im Oktober 1844. (\u2026)<br>Am 6. Oktober ging Lortzing\u2019s komische Oper \u201cDer Wildsch\u00fctz\u201d hier zum ersten Mal in Szene. Den Erwartungen, welche wir an dies neueste Werk des Komponisten von \u201cZar und Zimmermann\u201d machten, ist durch dasselbe auf das Vollkommenste entsprochen worden. Dasselbe geh\u00f6rt zu der Gattung der Spielopern, in welchen in der Regel wenig ausgef\u00fchrtere Sologesangpiecen, dagegen aber mehr Ensemblest\u00fccke vorkommen. Das letzter auch in diesem Werke des um die komische Oper verdienten Komponisten wieder eben so gut angelegt, als ausgef\u00fchrt, insbesondere szenisch gut gedacht, leicht an einander gereiht und \u00fcberhaupt mit vielem Geschicke komponiert sein w\u00fcrden, durften wir schon im Voraus erwarten. Wenn wir indes auch keines der erw\u00e4hnten mehrstimmigen Gesangst\u00fccke dieser Oper entbehren m\u00f6chten, so w\u00fcrde es nach unserer Meinung dennoch dem ganzen Werke zum Vorteile gereicht haben, wenn dasselbe mit einigen Solopiecen mehr geziert worden w\u00e4re, f\u00fcr welche sich das gr\u00f6ssere Publikum wohl \u00fcberall zun\u00e4chst interessiert. Lortzing erwirbt sich ein nicht geringes Verdienst um die Musik, insbesondere der Oper, indem er das musikalisch H\u00f6here, Vollendetere &#8211; aber auch Kompliziertere &#8211; auf die m\u00f6glichst fassliche Weise, insbesondere nach dem Vorbilde Mozart\u2019s, dem gr\u00f6\u00dferem Publikum zug\u00e4nglich macht, dessen musikalischer Geschmack durch die italienisch s\u00fc\u00dflichen und franz\u00f6sisch koketten Melodien der Oper des Tages sehr gelitten zu haben scheint. Nicht nach musikalischen Rhapsodien, mit welchen sich viele neueren Tonsetzer begn\u00fcgen, sondern nach ausgef\u00fchrteren, vollendeteren modulatorischen Formen strebt Lortzing auch in den meisten Nummern dieser Oper. Und nach der Erfahrung aller Zeiten ist gerade diese letzte Eigenschaft der Tonst\u00fccke allein geeignet, f\u00fcr dieselben nicht nur dem Kenner, sondern auch dem Laien dauerndes Interesse einzufl\u00f6\u00dfen, ohne dass sich letzterer des Grundes jemals bewusst wird, nur ist f\u00fcr ihn die Wirkung solcher Musik niemals &#8211; oder doch nur selten &#8211; eine schlagende, sondern stets eine allm\u00e4hlig zunehmende. Wir d\u00fcrfen daher wohl annehmen, dass bei wiederholten Auff\u00fchrungen des Werkes die Teilnahme daf\u00fcr sich immer mehr steigern werde, wenn gleich die erste Auff\u00fchrung sich schon einer beif\u00e4lligen Aufnahme zu erfreuen hatte. Lebhafte Teilnahme erhielt im ersten Akt: das Lied mit Chor \u201cA B C D, \u201c der J\u00e4gerchor, in dem Finale das Lied f\u00fcr Sopran \u201cBin ein schlichtes Kind vom Lande\u201d; im zweiten Akt: das Duett f\u00fcr Sopran (Baronin) und Tenor (Baron), die Arie des Baculus \u201cF\u00fcnftausend Thaler\u201d; im dritten Akt: die Arie des Grafen, in dem Finale das Vokalquartett und der Chor der Schuljugend \u201cO du, der du die Tugend selber bist\u201d. Der letztere brachte st\u00fcrmischen Beifall hervor und wurde da Capo verlangt. Herr Birnbaum (Baculus) wurde gerufen. Obwohl wir die erste Darstellung des Werkes als eine in den meisten St\u00fccken gelungene zu bezeichnen haben, so leugnen wir dennoch nicht, dass wir manches Einzelne besser ausgef\u00fchrt erwartet h\u00e4tten. Um nur eines Umstandes zu erw\u00e4hnen, den wir als mangelhaft bezeichnen m\u00fcssen, gestehen wir, dass wir im Gesangvortrag der weiblichen Stimmen nicht jederzeit befriedigende Deutlichkeit der Aussprache, gepaart mit wohltuendem Kolorit des Tonklanges, wahrgenommen haben. Namentlich trifft dieser Vorwurf die Damen Schaub (Gr\u00e4fin) und Miller (Gretchen). Wenn auch der Vortrag von parlanten S\u00e4tzen in schneller Bewegung dem Organe der weiblichen Stimmen &#8211; vornehmlich in der h\u00f6heren Tonlage &#8211; ungleich mehr Schwierigkeiten, als dem der m\u00e4nnlichen darbietet, so ist doch deren \u00dcberwindung bei angestrengtem Flei\u00df m\u00f6glich , und darum d\u00fcrfen wir gewiss die Beseitigung dieses in der Tat st\u00f6renden Mangels dringend empfehlen. Die \u00fcbrigen Partien waren folgenderma\u00dfen besetzt: Graf von Eberbach &#8211; Herr Biberhofer; Baron Kronthal &#8211; Herr Derska; Baronin Freimann &#8211; Fr\u00e4ul. Eder; Nanette &#8211; Fr\u00e4ul. Gerlach; Pancratius &#8211; Herr H\u00e4ser.<br>(\u2026)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"https:\/\/albertlortzing.org\/?page_id=251\">AMZ: 47 &#8211; 1845<\/a> \u203a<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Januar. No. 4. NachrichtenHamburg, im Dezember 1843(\u2026)Neu gingen in Szene die Opern: \u201cDer Feensee\u201d von Auber und \u201cDer Wildsch\u00fcutz\u201d von Lortzing. 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